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Kanzlerin Merkel zu Erneuerbaren Energien

Über ihr Podcast äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema "nachwachsende Rohstoffe" im Rahmen der Grünen Woche in Berlin, die am vergangenen Wochenende zuende gegangen ist.

Zum Video-Podcast der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur "Grünen Woche"

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Ernährungsmärchen

Im letzten November ist die zweite Auflage des Aufklärungsbuches „Moderne Ernährungsmärchen“ von Doreen Nothmann, Sven-David Müller-Nothmann und Professor Dr. Michael Vogt erschienen. Das Buch räumt mit Halbwahrheiten auf und deckt die Machenschaften der Absatz- und Ernährungslobby vorbehaltlos auf…

"Im letzten Buch-Kapitel „Nichts als die Wahrheit“ geben wir unseren Lesern eine Anleitung, wie Essen und Trinken die Gesundheit fördern und Krankheiten vermeiden. In der Absatzförderung von Zucker oder Butter ist es üblich, Süßstoff oder Margarine zu verunglimpfen, um das eigene Produkt wertvoller erscheinen zu lassen. Und umgekehrt gilt natürlich das gleiche. Am Ende steht der Verbraucher im Supermarkt und weiß nicht mehr, was er kaufen und ohne Angst essen kann, kritisiert Doreen Nothmann. Dabei ist wissenschaftlich geklärt, dass Zucker, Salz, Süßstoff sowie viele Fette nicht die Buhmänner der Ernährungswelt sind, für die sie die Medien immer wieder erklären. Immer wieder beweisen Analysen, dass Gemüse und Obst heute genauso reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind, wie in der Vergangenheit. Andererseits gibt es einen totgeschwiegenen Mangel an den Vitaminen D, Biotin und Folsäure. Der Ernährungswert von Olivenöl entstammt mehr den Wünschen der EG-Lobbyisten als den Ergebnissen der Ernährungswissenschaft, denn Raps-, Lein- und Nussöle sind hochwertiger als Olivenöl."

Quelle: OpenPR 

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ödp München beantragt 500-Euro-Förderung für die Umstellung von Diesel- auf Pflanzenölbetrieb

(openPR) - München, 15.1.07. Nach dem Stadtratsantrag der ödp solle die Stadt München die Umrüstung von Fahrzeugen auf den Betrieb mit Pflanzenöl fördern. Pro Diesel-Fahrzeug schlägt die ödp eine Summe von 500 Euro vor. Der Münchner Stadtvorsitzende Martin Kraus erläutert den jüngsten ödp-Stadtratsantrag:„Umgerüstete Fahrzeuge können Pflanzenöl und Diesel in jedem Mischungsverhältnis tanken. Wir stärken damit das heimische Kfz-Handwerk und die bayerische Landwirtschaft, die das benötigte Rapsöl erzeugt. Wir unterstützen außerdem massiv die CO2-Reduktionsziele der Stadt München und wir verringern die Abhängigkeit von Erdöl-Importen.“

Die Münchner CSU hatte erst im Dezember gefordert, den städtischen Fuhrpark auf den Betrieb mit Pflanzenöl umzustellen. Die ödp geht nun einen Schritt weiter und möchte auch private und privatwirtschaftliche Fahrzeuge fördern.

Technisch bewährt sich der Pflanzenölbetrieb schon jahrelang im Praxiseinsatz, denn Pflanzenöl weist eine dem Dieselkraftstoff (9,8 kWh/l) vergleichbare Energiedichte (9,3 kWh/l) auf, somit bleiben Fahrverhalten und Beschleunigung identisch. Der Kraftstoffverbrauch ändert sich ebenfalls nicht. Eine Umrüstung ist allerdings erforderlich.

Quelle: openPR 

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Waldbesitzer sind die Ölscheichs von morgen – Geschäft mit erneuerbaren Energien boomt

(openPR) - Bonn. Als „Ölscheichs von morgen“ bezeichnet der Westerwälder Markus Mann mann-energie.de die deutschen Waldbesitzer. Sein Unternehmen produziert Holzpellets, die derzeit einen enormen Nachfrageschub erleben. „Holz ist nach wie vor der wichtigste Biomasse-Energieträger, den wir haben - und es ist ausreichend davon vorhanden“, sagt Mann. Gab es 1999 nicht einmal 1000 Holzpelletsheizungen in der Republik, sei die Zahl auf mittlerweile fast 70.000 gestiegen.

Erst vor wenigen Wochen wurde in Karlsruhe eine der größten Holzpellets-Heizungen Deutschlands in Betrieb genommen. Zwei Pellets-Kessel versorgen vier Wohnblöcke mit 136 Wohnungen über ein kleines Nahwärme-Netz. Andernorts gibt es vergleichbare Versuche mit Blockheizkraftwerken, die mit Rapsöl betrieben werden. Pflanzenöl läuft dem Erdöl den Rang als „flüssiges Gold“ ab. Der Einsatz von Pflanzenöl als Treibstoff in pflanzenöltauglichen Dieselmotoren etwa gewinnt aus Gründen des Boden- und Gewässerschutzes, vor allem aber wegen der Minderung der Kohlendioxidbelastung an Bedeutung.

Erneuerbare Energien finden vor dem Hintergrund des langfristig steigenden Erdölpreises fruchtbaren Boden bei den deutschen Verbrauchern. Und die Bundesregierung unterstützt die Weiterentwicklung alternativer Energien bis 2009 mit rund zwei Milliarden Euro. „Biokraftstoffe sind bisher und auf absehbare Zeit die einzige erneuerbare Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Sie können einen wichtigen Beitrag für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum leisten", erläuterte Clemens Neumann, Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Nachwachsende Rohstoffe im Bundeslandwirtschaftsministerium www.bmelv.de bei der Vorstellung einer Studie zum Thema in Berlin.

Die von staatlicher Seite angekurbelten Forschungsbemühungen schlagen sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder: So rechnet das Bundesumweltministerium bis zum Jahr 2020 mit rund 300.000 Beschäftigten in der Branche. Derzeit seien es rund 170.000. „Seit die Europäische Kommission vorgeschrieben hat, dass die Mitgliedstaaten den Anteil von Biokraftstoffen am Kraftstoffverbrauch bis zum Jahr 2010 auf 5,75 Prozent steigern sollen, ist auch ein halbwegs kalkulierbarer Markt entstanden“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Die Zwangsquote zur Beimischung dürfte eher steigen, und bis der Einfuhrzoll sinkt, können viele Jahre ins Land gehen. Die anderen Risiken wie die Gefahr von Überkapazitäten oder Preisschwankungen aufgrund veränderter Nachfrageverhältnisse sind dann eher wieder klassischer Natur.“ Europäischer Spitzenreiter beim Einsatz von Bioenergie ist Schweden. Danach folgen Finnland, Österreich und Dänemark. Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen beträgt in Schweden bereits heute 28 Prozent. Die Stromproduktion erfolgt beispielsweise grundsätzlich ohne den Einsatz von fossilen Energieträgern. Selbst in den USA verzeichnet man ein Umdenken: Dort sollen bis zum Jahr 2025 Biokraftstoffe bis zu 75 Prozent der amerikanischen Rohölimporte aus dem Nahen Osten ersetzen. Bislang ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix weltweit noch verschwindend gering. „Auf der Erde wachsen jedes Jahr rund 180 Milliarden Tonnen Biomasse heran. Von dieser gigantischen Menge werden derzeit lediglich fünf Prozent wirtschaftlich genutzt“, so die FAZ.

Auch die Windenergie, deren Nutzen vielerorts nur unter Aspekten der landschaftlichen Ästhetik diskutiert wird, schwimmt auf einer Erfolgswelle. „Im Grunde genommen geht der Trend natürlich zu Offshore-Windparks, weil es den Menschen außerhalb seiner Blickweite nicht mehr tangiert“, hat Tobias Janßen festgestellt. Er ist Vorstandschef der Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings Inc. www.goldfish-holdings.com in Neuss. Größere Anlagen auf dem Meer könnten aber letztlich auch effizienter arbeiten. Dabei erwartet er in Zukunft weitere technische Verbesserungen bei Offshore-Anlagen. Derzeit seien die Materialien sehr starr verbaut. In der Windrad-Narbe gebe es eine andere andere Krafteinwirkung als am Ende des Flügelblattes. Die hohen Abriebskräfte verursachten eine relativ schnelle Materialermüdung. Durch flexibleres Material erwartet er Verbesserungen.

Besonders beim Einsatz von Pflanzenölen in der Energieerzeugung sieht er enormes Potenzial. Auch aufgrund politischer Willensbekundungen zugunsten der Biokraftstoffe rechnet er mittelfristig mit einem Anteil von 15 bis 20 Prozent. Beim Rapsanbau setzt Janßen dabei auf Investitionen in Kasachstan. Der Raps aus dem Osten sei günstiger, als in Deutschland angebaute Pflanzen. Allerdings liege das nicht in erster Linie an den niedrigen Löhnen: „Die Bedingungen sind für die Pflanzen einfach optimal", so Janßen gegenüber der Westdeutschen Zeitung. „Die muss man nur einpflanzen, düngen oder spritzen kann man sich sparen." 15 Hektar lässt seine Holding dort von einem kooperierenden Landwirt anbauen, 60 000 sollen es in naher Zukunft werden. Insgesamt stehen eine Million Hektar Land zur Verfügung. Denn die Goldfish-Holding kooperiert mit dem größten Weizenbauern Kasachstans. Vorteil: Wo die Neusser gerade keinen Raps anbauen, kann der Kasache seinen Weizen hinsetzen. Die Felder sind flexibel tauschbar. „So ersparen wir uns die Fruchtfolge und können jedes Jahr auf einer gleich großen Fläche Raps anbauen, ohne die Böden auszulaugen", erklärt Janßen. Die Kasachen würden dabei gut kooperieren. Keine Spur von überbordender Bürokratie, die den meist autoritär regierten Staaten in Osteuropa nachgesagt werde.

Quelle: openPR 

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Cholesterinspiegel durch Ernährungsumstellung natürlich senken

Auch vier Jahre nach dem Lipobay-Skandal bekommen immer noch viel zu viele Menschen mit nur geringgradig oder mittelschwer erhöhten Cholesterin-Werten Lipidsenker, obwohl allein eine Ernährungsumstellung risikolos die Blutfette senken könnte, kritisiert Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann die Machenschaften der Cholesterinmafia. Für den Ernährungsratgeber „Cholesterin natürlich senken“ hat er zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Katrin Raschke die wissenschaftliche Fachliteratur zusammengefasst und kommt zum Ergebnis, dass bis zu 50 Prozent der Lipidsenker-Verordnungen überflüssig sind und die Gesundheit der Patienten unbegründet Gefahren aussetzen. Nicht genug damit, dass die Werbung der Cholesterinmafia, die für rezeptpflichtige Arzneimittel wie Lipidsenker ja eigentlich verboten ist, den Menschen regelrecht einredet, dass jeder Cholesterinwert über 200 mg/dl ein Gesundheitsrisiko darstellt, verunsichern immer noch viele Ernährungsmärchen die Bevölkerung. Niemals hat eine Studie ergeben, dass der Konsum von Hühnereiern, die relativ cholesterinreich sind, den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen oder gar ein Herzinfarktrisiko darstellen. Im Gegenteil: verschiedene aktuelle Studien zeigen, dass das Lecithin im Eidotter den Cholesterinspiegel senkt. Durch die Umstellung der Ernährungsweise und die Einnahme von Naturprodukten wie Lecithin, Sojaprodukte, wasserlösliche Ballaststoffe wie Plantago-ovata-Samenschalen, Phytosterine und Artischocke lässt sich der Cholesterinspiegel langfristig problemlos um bis zu 30 Prozent senken. Damit ergibt sich erst bei Cholesterinwerten oberhalb von 300 mg/dl die Notwendigkeit für die Verordnung von Lipidsenkern, erläutert Müller-Nothmann. Und auch bei höheren Werten lässt sich durch eine cholesterinspiegelsenkende Kost die Dosierung von Medikamenten herabsetzen. In ihrem Ernährungsratgeber erläutern die Autoren die Alternativen zu Lipidsenkern der Pharmazeutischen Industrie und beweisen anhand von Studien die Wirksamkeit von Naturprodukten. Die Ernährung stellt gerade für Herz und Gefäße die beste Medizin dar. Ein klassisches Ernährungsmärchen ist auch, dass Olivenöl ein besonders herzgesundes Öl sei. Olivenöl ist reich an cholesterinspiegel-erhöhenden gesättigten Fettsäuren und enthält wenig herzgesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Im Gegensatz zu Raps-, Lein- oder Nussöl ist Olivenöl praktisch frei von Omega-3-Fettsäuren. In 40 leckeren Rezepten beweisen die Autoren Raschke und Müller-Nothmann dem Leser, dass die Umstellung der Ernährungsweise auf cholesterinspiegelsenkende Nahrung mit Genuss einhergeht. Wichtig ist allerdings, dass der Cholesterinspiegel grundsätzlich relativ träge auf diätetische Maßnahmen, Naturstoffe und auch Lipidsenker reagiert, betont Müller-Nothmann. Erst nach zwei bis drei Monaten nach der Ernährungsumstellung sollte eine Laborwertkontrolle stattfinden, die in der Regel beweist, dass Lipidsenker überflüssig sind. Eine Ernährungsumstellung lässt nach der Auswertung von Studien insbesondere das gefäßschädigende LDL-Cholesterin absinken, während das gefäßschützende HDL-Cholesterin nicht abfällt. Den gleichen gesundheitsförderlichen Effekt können viele Lipidsenker nicht nachweisen, mokiert sich Müller-Nothmann. In seinem Geleitwort betont der renommierte Internist und Direktor der Medizinischen Klinik II des Klinikums Darmstadt Professor Dr. med. Hubertus Wietholtz, dass häufig überhaupt keine medikamentöse Therapie bei Hypercholesterinämie notwendig sei, wenn der Patient nur die Kost entsprechend umstelle und mehr Bewegung in den Alltag einfließen lasse.

Quelle: openPR.de 

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Apfelkuchen mit Apfelsaftkonzentrat ohne Zucker und Rapskernöl

Rezept für einen Apfelkuchen, den Sie völlig ohne Zucker backen können. Die Süsse erhält der Kuchen durch den natürlichen Fruchtzucker aus dem RatioDrink-Apfelsaftkonzentrat. Eine weitere Besonderheit des Rezeptes: Die Butter wird durch Rapskernöl ersetzt, damit ist der Kuchen sehr cholesterinarm .

Zutaten:

  •     300 gr. Mehl
  •     150 ml Rapskernöl
  •     50 ml RatioDrink Apfelsaftkonzentrat
  •     2 Eier
  •     4 Äpfel
  •     150 gr. Nüsse, gemahlen
  •     eine Prise Zimt

Zubereitung:

Mehl, Rapskernöl, Apfelsaftkonzentrat und Eier in eine Schüssel geben und zu einem Teig kneten. Den fertigen Teig in einer runden Springform auslegen. Die Äpfel schälen und in Schnitze schneiden. Die Apfel-Schnitze kreisförmig auf dem Teig auslegen, die gemahlenen Nüsse drüber geben, Zimt und einige Spritzer Apfelsaftkonzentrat sowie Rapskernöl darüber, damit die Apfel-Schnitze beim Backen nicht austrocknen.

Den Kuchen ca. 45 Minuten bei 180-200 Grad goldbraun Backen. Guten Appetit!

 

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Clevere Babys durch Omega-3-Fettsäuren

Frauen, die sich während der Schwangerschaft Omega-3-Fettsäure-reich ernähren, fördern damit die mentale und psychomotorische Entwicklung ihres Babys, erläutert Diplom Ernährungswissenschaftler Enrico Möhler von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Wissenschaftler um Hylco Bouwstra von der Universität Groningen in den Niederlanden untersuchten das Nabelschnurblut von 474 Neugeborenen sowie deren Entwicklungsstand nach 18 Monaten. Die Kleinkinder erhielten nach der Geburt entweder Muttermilch oder konventionelle beziehungsweise mit langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren angereicherte Säuglingsnahrung.

Das Forscherteam fand heraus, dass sich ein geringer Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und ein hoher Gehalt an Trans-Fettsäuren im Nabelschnurblut ungünstig auf den neurologischen Zustand Neugeborener auswirkte. Hohe Gehalte an Omega-3-Fettsäuren im Nabelschnurblut wiesen dagegen positive Effekte auf die Entwicklung psychomotorischer Fähigkeiten auf. Ein geringer Verzehr dieser Fettsäuren während der Schwangerschaft konnte durch eine angereicherte Säuglingsnahrung nicht ausgeglichen werden.

Omega-3-Fettsäuren sind für den menschlichen Organismus lebensnotwendig und reichlich in fettigen Fischen enthalten. Sie weisen zudem gesundheitsschützende Wirkungen, vor allem bei der Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen, auf.

Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind verschiedene Pflanzenöle, wie Leinöl, Walnussöl und Raps(kern-)öl sowie Heringe, Lachs und Sardellen.

Quelle: openPR

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Nachwachsende Rohstoffe: Pack den Raps in den Tank - Kölner Entsorgungskonzern rüstet LKW und Bagger um: Rapsöl umweltfreundlicher als Biodiesel

(openPR) - Köln/Neuss. Der Spruch „Pack den Tiger in den Tank“, mit dem ein großer internationaler Ölkonzern einst für seine Kraftstoffe warb, hat in Zeiten der Ölknappheit und Klimadebatte keine Glaubwürdigkeit mehr: „Ein für den Verbraucher so schwer differenzierbares Produkt wie Benzin oder Diesel wird heutzutage außer über den Preis zunehmend über seine Umweltverträglichkeit bewertet“, berichtet das Branchenmagazin Circle des Entsorgungsspezialisten Interseroh cms.interseroh-gruppe.de. Das Kölner Unternehmen setzt daher auf Rapsöl. „Interseroh rüstet zunächst insgesamt 50 Fahrzeuge auf Rapsöl um, so dass im Jahr 800.000 Liter des alternativen Treibstoffs direkt verwendet werden können“, schreibt Circle.

Rapsöl sei nach Ansicht des Interseroh-Projektleiters Clemens Janning umweltfreundlicher als Biodiesel: „Die Motoren der Bagger und LKW laufen seit der Umrüstung sogar besser“. Studien der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe zeigen, dass Rapsöl den Kohlendioxidausstoß im Vergleich zu Dieselkraftstoff um rund 80 Prozent vermindere. Dabei sei der Wärmewert mit dem von Diesel vergleichbar. Außerdem schone die Verlagerung von fossilen Brennstoffen auf nachwachsende Rohstoffe Ressourcen. Diese ökobilanziellen Vorteile waren nach Angaben von Janning entscheidend für die Interseroh-Investition, „denn gerade als Unternehmen in der Recyclingbranche haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber der Umwelt“. Nicht nur die Verwendung des Rapsöls als Kraftstoff schone die Umwelt, sondern schon die Produktion. „Es entstehen keine Abfälle. Der Rapskuchen, der beim Pressen der Saat anfällt, kann als Brennstoff weiterverkauft werden“, erklärt Janning.

Wichtig für eine positive Ökobilanz von Rapsöl sei allerdings nach Einschätzung von Tobias Janßen, Vorstandschef der Firma Goldfish Holdings www.goldfish-holdings.com in Neuss, auch die landwirtschaftliche Anbaumethode: „Werden stickhaltige Düngemittel eingesetzt, wie es in der Agrarproduktion häufig der Fall ist, treten negative Umwelteffekte auf, wie Untersuchungen des Heidelberger Ifeu-Instituts belegen“. Janßen sieht sich daher mit seinem Rapsprojekt in Kasachstan im Vorteil.

„Deutsche Agrarexperten haben Gutachten für die kasachischen Anbauflächen erstellt und kommen zu hervorragenden Werten. Die Erde ist schwarz und nicht wie in Deutschland braun oder hellbraun. Es muss nicht gedüngt und es müssen keine Pestizide gespritzt werden, wie es bei uns üblich ist. Die Landwirtschaft in Kasachstan ist biologisch und nachhaltig. Deshalb haben wir die KazGer Pflanzenöl GmbH gegründet, sind eine Kooperation mit einem der größten Weizenbauern des Landes eingegangen, haben eine ehemalige Kolchose übernommen, vier Rapsmühlen in Betrieb genommen und bauen im nächsten Jahr auf 15.000 Hektar Raps an. Das wird dann sukzessive auf 60.000 Hektar ausgeweitet. Hier verfügen wir über ein gigantisches Areal. So etwas kann man in dieser Größenordnung in Deutschland gar nicht mehr umsetzen“, so Janßen.

Auf einem Testfeld mit 2.000 Hektar habe im Sommer das erste Mal Raps abgeerntet und in den eigenen Ölmühlen gepresst. Zudem kooperiere Goldfish mit kasachischen Landwirtschaftsbetrieben und laste schon jetzt die vier Ölmühlen aus. „Wir liefern jeden Monat 110 Tonnen Rapsöl in unser Logistikzentrum in Fulda und werden das ab 2007 dann im größeren Maßstab aufziehen“, sagt Janßen. Die Vermarktungschancen für kasachisches Rapsöl wertet er als sehr positiv, besonders für den deutschen Markt. „In Deutschland gibt es nur eine begrenzte Anbaufläche für Raps. In diesem Jahr wurde die Pflanze auf insgesamt 1,4 Millionen Hektar angebaut. Das entspricht in etwa einer Fläche der Größe Schleswig-Holsteins. Das ist viel zu wenig, um die vorhandenen Biodieselanlagen auszulasten. Raps muss in großen Mengen importiert werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2005/6 stiegen die Rapseinfuhren nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) um das Dreieinhalbfache auf 880 000 Tonnen“, führt Janßen aus.

Artikel bei openPR 

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Extrem erhöhtes Krebspotenzial von Rapsöl als Kraftstoff

Bochum, Dezember 2006, Pressemitteilung des Berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstituts für Arbeitsmedizin (BGFA)
 
Statt teureren Biodiesel aus Raps in den Tank zu füllen, verwenden immer mehr Großabnehmer das günstigere Ausgangsprodukt Rapsöl. Aber die Verbrennung dieses Naturproduktes schadet langfristig nicht nur dem Fahrzeug, sondern vor allem der Gesundheit. Untersuchungen von Dr. Jürgen Bünger, Arbeitsmediziner am BGFA, und seinen Kollegen der Universität Göttingen, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft und der Hochschule Coburg zeigten bereits: Das Krebspotenzial der Abgase von Rapsöl als Kraftstoff ist gegenüber herkömmlichem Diesel um das Zehnfache erhöht. Jetzt fanden sie heraus, dass ein "weiterentwickeltes", in der Stoffbeschaffenheit geändertes Rapsöl ein noch schlechteres Ergebnis erzielt.

Im ersten Teil der Untersuchungen verglichen die Wissenschaftler um Dr. Jürgen Bünger, Arbeitsmediziner am Berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin in Bochum, die Emissionen eines LkW-Dieselmotors beim Betrieb von Mineralöldiesel, Biodiesel und Rapsöl auf ihre erbsubstanzschädigende Wirkung hin. Diese ist indirekt auch ein Maß für das Krebspotenzial der Abgase. Während das Krebspotenzial bei der Verbrennung von Diesel und Biodiesel auf einem gleich niedrigen Niveau lag, war das von Rapsöl um das Zehnfache erhöht. Die Wissenschaftler vermuteten den Grund in der hohen Viskosität von Rapsöl.

In einem weiteren Versuch testeten sie ein weiterentwickeltes Rapsöl, das weniger zähflüssig ist. Das Ergebnis war überraschend: Das Krebspotenzial dieser Sorte lag sogar um das 30-fache über dem Niveau von Diesel und Biodiesel. "Ein völlig unerwarteter Effekt", meint Dr. Jürgen Bünger, "ausschlaggebend scheint also nicht die Viskosität von Rapsöl zu sein". Was nun für das erhöhte Krebspotenzial verantwortlich ist, erarbeiten die Wissenschaftler in einem weiteren Projekt. In diese Arbeit werden Ingenieure, Ärzte und Chemiker eingebunden, um die vermutlich sehr komplexen Zusammenhänge zu klären.

Fest steht: Durch die Verwendung von Rapsöl als Kraftstoff sind vor allem Arbeitnehmer wie Berufskraftfahrer gesundheitlich gefährdet, die täglich den Emissionen ausgesetzt sind. Generell sind aber auch Arbeitsplätze betroffen, an denen Dieselmotoren unter einer Überdachung, in Hallen oder unter Tage genutzt werden. Dort atmen die Beschäftigten die Abgase direkt ein.

Die Untersuchungen zeigen: Auch Bioprodukte müssen auf ihre Gesundheitsrisiken untersucht werden.

Weitere Informationen

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Verbrauch an Rapsöl in Deutschland nimmt zu

In Deutschlands Küchen kommt immer häufiger Rapsöl zum Einsatz. Der Marktanteil bei den Einkäufen der privaten Haushalte hat sich in den vergangenen drei Jahren fast verdreifacht, wie die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) berichtet. Damit liegt dieses Speiseöl inzwischen an vierter Position unter den Speiseölen. Laut ZMP könnte die Bedeutung von Rapsöl angesichts seiner ernährungsphysiologisch günstigen Zusammensetzung an essentiellen Fettsäuren mittelfristig sogar noch zunehmen. Immer mehr Anbieter würden dazu übergehen, das positive Image des Öls zu nutzen und die Rapsöl-Flaschen mit "Rapsöl" zu deklarieren, anstatt sie wie früher mit der Angabe "Pflanzenöl" anzubieten. Allerdings profitiert Rapsöl in Deutschland nicht nur von dieser geänderten Strategie, es hat auch auf Kosten aller anderen Ölsorten Marktanteile gewonnen.

Quelle: lid